Archiv

ELBI-EXPO 2017

Tag der Logopädie 2018: UK

GSIK Treffen 2018

Am Donnerstag 13.09.2018 waren wir mit einem Informationstisch am Netzwerktreffen "Guter Start ins Kinderleben", organisiert von der Perspektive Thurgau, vertreten. 

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"Auf der Jagd nach dem Wortschatz" - Thurgauer Zeitung Februar 2019

Un homme pressé

Im Spätsommer 2019 wird der Film "Un homme pressé" drei Mal im Kanton Thurgau gezeigt. Anwesend sind an allen drei Terminen Logopädinnen, die im klinischen Bereich arbeiten und wenn möglich auch direkt Betroffene. 

Un homme pressé: 

Alain ist ein Geschäftsmann, dessen Leben so prallvoll ist, dass er immer allem hinterher hetzt. Nie hat er Zeit für sich oder für seine Familie! ... Bis ihn eines Tages ein Schlaganfall ereilt, der ihm die Sprache und das Gedächtnis raubt.
Im Krankenhaus trifft er die Logopädin Jeanne, die ihm langsam das Sprechen wieder beibringt. Durch die gemeinsame Arbeit kommen sich die beiden näher.

 

Daten: 

Frauenfeld Kino Luna: Di., 27.08.19, 20.00 Uhr
Romanshorn Kino Roxy: Do., 12.09.19, 19.30 Uhr
Weinfelden Kino Liberty: Do., 26.09.19, 19.30 Uhr

 

Flyer und Trailer: 

Flyer und Trailer (französisch)

 

Nachruf Maja Eichholzer

Im August des vergangenen Jahres ist Maja Eichholzer verstorben.Bis ins hohe Alter widmete sie sich intensiv dem Ansatz der handlungs- und entwicklungsorientierten Sprachtherapie (heos). Ihr letztes Buch mit dem Titel „Wissen oder Können“, das sie mit 80 Jahren veröffentlichte, ist ein logopädisches „Vermächtnis“, eine Abrundung ihrer leidenschaftlichen Arbeit.

Sie war eine Kämpferin und musste zeitlebens Grenzen überwinden. Mit einer körperlichen Behinderung auf einem Bauernhof aufgewachsen, sagte ihre Mutter immer wieder: „Probier es aus, ich weiss auch nicht, wie du das am besten lösen kannst.“

Sehr gut erinnere ich mich an meine erste Hospitation in ihrer Praxis. Ich war fasziniert von ihrer therapeutischen Vorgehensweise und Haltung. Die aktive Auseinandersetzung mit verschiedensten Materialien und Gegenständen war die Grundlage ihrer Therapie. Selbständiges Ausprobieren, Spüren, Neugier, Lust und Emotionen, Kooperation, Interaktion und Vertrauen sind wichtige Begriffe, welche die Grundhaltung umschreiben. Nie bot sie fixfertige Therapieeinheiten an. Stets stand das Kind im Zentrum und war Ausgangspunkt ihrer Überlegungen und Angebote.

So bot sie auch uns Logopädinnen ein „Werkzeug“ an, das wir auf unsere persönliche Weise mit Lust und Neugier, mit wachen Augen und fortlaufender Selbstreflektion ausprobieren sollten.

Viele Jahre hatte ich das Glück, zusammen mit Berufskolleginnen von ihrem großen Wissen und ihrer breiten Erfahrung in Kursen und vor allem in der Supervision zu profitieren. 

Niemand hat meinen Therapiealltag so sehr geprägt wie sie. Noch heute überlege ich in meinem Berufsalltag oft, was Maja jetzt wohl sagen oder tun würde.

In ihrem erwähnten Buch schreibt sie im Schlusswort: „Zufrieden blicke ich in die Zukunft, die nicht mehr von mir beeinflusst werden kann. Aber ich spüre eine Genugtuung über die Spuren, die ich in der logopädischen Welt hinterlassen habe.“

Mögen diese Spuren auch in der Thurgauer Logopädie weiterhin sichtbar sein und sich weiter entwickeln!

 

Claudia Wüest-Züger

https://www.handeln-denken-sprache.ch

 

Kolumne VTGS-Verbandszeitschrift "Zytpunkt"

"Wir müssen Wartelisten führen" - Thurgauer Zeitung August 2020

Artikel "Wir müssen Wartelisten führen" vom 28. August 2020